Bericht
Bei McLaren treffen vor dem Grand Prix von Aserbaidschan zwei unterschiedliche Entwicklungen aufeinander. Während Lando Norris nach den vergangenen Rennwochenenden zunehmend zufrieden mit seiner eigenen Entwicklung und seinem Umgang mit dem MCL40 ist, arbeitet Oscar Piastri weiterhin intensiv daran, das 2026er Auto stärker in ein für ihn passendes Fahrfenster zu bekommen. Piastri machte vor dem Rennwochenende in Baku deutlich, dass McLaren bei diesem Prozess keineswegs stillsteht. Nach einem schwierigen Saisonverlauf und zuletzt einem enttäuschenden Wochenende in Madrid sieht der Australier weiterhin Fortschritte, auch wenn diese nicht immer geradlinig verlaufen. Die völlig neue Fahrzeuggeneration der Saison 2026 verlangt den Fahrern aufgrund der grundlegend veränderten Aerodynamik und des neuen Antriebskonzepts teilweise andere Herangehensweisen ab. McLaren selbst hatte bereits erläutert, dass sich durch die neuen Regeln auch der Fahrstil verändert hat. Für Piastri besteht deshalb eine der zentralen Aufgaben darin, gemeinsam mit dem Team Lösungen zu finden, die ihm mehr Vertrauen und eine bessere Anpassung an den MCL40 ermöglichen. Dass McLaren weiter an der Entwicklung arbeitet, zeigt auch das für die kommenden Rennen angekündigte Upgrade-Programm. Nach Madrid erklärte das Team, dass weitere Neuerungen folgen sollen, um die zuletzt vorhandene Geschwindigkeit in bessere Ergebnisse umzusetzen. Piastris Teamkollege Lando Norris befindet sich dagegen momentan in einer deutlich positiveren Phase. Der amtierende Weltmeister erklärte vor Baku, dass er inzwischen einige Dinge besser mache als noch im vergangenen Jahr. Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen diese Entwicklung: Norris zeigte zuletzt wiederholt, dass McLaren mit dem MCL40 an der Spitze kämpfen kann. Auch in Madrid verfügte das Auto über starke Geschwindigkeit, wenngleich der Rennverlauf Norris die Chance auf einen möglichen Sieg nahm. Für McLaren ergibt sich dadurch vor Baku eine interessante Ausgangslage. Auf der einen Seite steht Norris, der zunehmend Vertrauen in das aktuelle Paket gefunden zu haben scheint und seine eigene Entwicklung positiv bewertet. Auf der anderen Seite steht Piastri, der offen einräumt, dass der Anpassungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, gleichzeitig aber betont, dass gemeinsam mit McLaren weiter Fortschritte erzielt werden. Für das Team ist das besonders wichtig, denn das Potenzial des MCL40 scheint größer zu sein, als es einige der bisherigen Resultate vermuten lassen. Der Stadtkurs von Baku bietet nun eine weitere Gelegenheit, die Entwicklung beider Fahrer zu beobachten. Mit langen Vollgaspassagen, langsamen 90-Grad-Kurven und dem extrem engen Abschnitt durch die Altstadt verlangt die Strecke ein ungewöhnlich breites Spektrum vom Auto und vom Fahrer. Gleichzeitig reist McLaren mit weiteren technischen Neuerungen nach Aserbaidschan. Für Norris geht es darum, seine aktuelle Form zu bestätigen. Für Piastri könnte Baku dagegen ein wichtiger Gradmesser dafür werden, wie weit die Arbeit am Zusammenspiel zwischen seinem Fahrstil und dem MCL40 inzwischen tatsächlich vorangekommen ist. Beide verfolgen damit unterschiedliche kurzfristige Aufgaben – das gemeinsame Ziel bleibt jedoch dasselbe: McLaren wieder regelmäßig ganz vorne kämpfen zu lassen.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.

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