Bericht
Für McLaren war der Große Preis von Aserbaidschan ein Wochenende zum Vergessen. Oscar Piastri und Lando Norris gingen aus aussichtsreichen Positionen ins Rennen – am Ende verließ das Team Baku trotzdem ohne einen einzigen WM-Punkt. Einen Tag später wird deutlicher, dass hinter dem enttäuschenden Ergebnis mehr steckt als Fahrfehler und Rennpech. Teamchef Andrea Stella räumte nach dem Rennen grundlegende Schwächen des MCL40 auf dem Baku City Circuit ein. Vor allem auf den langen Geraden fehlte McLaren Geschwindigkeit. Nach Angaben des Teams erzeugte das Auto zu viel Luftwiderstand und erreichte dadurch nicht den notwendigen Topspeed. Gleichzeitig fehlte auch in einigen Kurven die nötige Performance. Die Folge war im Rennen deutlich zu sehen: Statt konsequent angreifen zu können, mussten Piastri und Norris immer wieder verteidigen. Besonders bitter war das für Piastri. Der Australier startete von Platz drei und lag über weite Strecken auf Podiumskurs. Nach dem Wechsel auf die Medium-Reifen wurde es schwieriger. Ein später Verbremser in Kurve 1 warf ihn schließlich weit zurück. Mehr als Platz 14 war danach nicht mehr möglich. Noch schlechter endete das Rennen für Norris. Der Brite hatte bereits während des Wochenendes mit fehlender Geschwindigkeit zu kämpfen und wurde schließlich unverschuldet in die Kollision der beiden Alpine verwickelt. Sein Rennen war damit beendet. Trotz des ernüchternden Ergebnisses gibt es für McLaren einen wichtigen positiven Punkt: Das für Baku mitgebrachte Upgrade funktionierte laut Stella wie vorgesehen und brachte die erwartete Rundenzeit. Das Problem war vielmehr, dass die besonderen Anforderungen des Stadtkurses die grundsätzlichen Schwächen des Autos besonders deutlich sichtbar machten. McLaren betrachtet Baku deshalb als eine Art Sonderfall. Das macht den Blick auf das kommende Wochenende in Malaysia umso interessanter. Der Sepang International Circuit besitzt einen völlig anderen Charakter und sollte dem MCL40 nach Einschätzung des Teams besser entgegenkommen. Stella formuliert das Ziel bereits deutlich: McLaren möchte in Malaysia wieder um den Sieg kämpfen können. Nach einem Wochenende ohne Punkte wäre das die passende Antwort. Ob Baku tatsächlich nur ein Ausreißer war oder McLarens Topspeed-Schwäche auch in Sepang zum Problem wird, dürfte deshalb eine der spannendsten Fragen des kommenden Rennwochenendes werden.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.

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