Bericht

Mercedes verlässt Madrid mit zwei völlig unterschiedlichen Gefühlslagen. Während Kimi Antonelli seinen achten Saisonsieg feierte und seine Führung in der Fahrer-WM weiter ausbaute, musste George Russell mit Platz fünf einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Abstand zwischen den beiden Mercedes-Piloten beträgt inzwischen 81 Punkte. Russell selbst zog nach dem Rennen eine nüchterne Bilanz und erklärte, dass er sich realistisch nicht mehr im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft sehe. Statt ständig auf die Tabelle zu schauen, wolle er sich nun Rennen für Rennen auf gute Ergebnisse konzentrieren. Teamchef Toto Wolff stellt sich jedoch deutlich hinter den Briten. Für ihn ändern einige schwierige Rennen nichts daran, welche Qualitäten Russell besitzt. Wolff erinnerte an dessen Erfolge vor der Formel 1 und bezeichnete ihn weiterhin als Topfahrer. Mercedes müsse nun gemeinsam herausfinden, was Russell benötigt, um sein vorhandenes Potenzial wieder vollständig abzurufen. Auch die mentale Belastung einer Saison, in der der eigene Teamkollege von Sieg zu Sieg fährt, spielt für Wolff dabei eine Rolle. Gleichzeitig verteidigte der Mercedes-Teamchef die Strategie in Madrid. Russell hatte während des Rennens seinen zweiten Boxenstopp hinterfragt, räumte anschließend aber selbst ein, dass andere Strategievarianten wahrscheinlich ebenfalls nur zu Platz fünf geführt hätten. Während Russells Hoffnungen auf den Fahrertitel damit immer kleiner werden, befindet sich Mercedes als Team in einer hervorragenden Position. Antonelli führt die Fahrer-WM mit 81 Punkten Vorsprung auf Russell an und Mercedes liegt in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft bereits 145 Punkte vor Ferrari. Trotz der unterschiedlichen Situation seiner beiden Fahrer ist Wolffs Botschaft nach Madrid eindeutig: Antonellis beeindruckende Erfolgsserie wird gefeiert, Russell aber keineswegs abgeschrieben.

Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.