Bericht

Mercedes arbeitet längst nicht mehr ausschließlich an der laufenden Formel-1-Saison. Während das Team weiterhin um Siege und die Weltmeisterschaft kämpft, hat die technische Entwicklung des Autos für 2027 bereits begonnen. Teamchef Toto Wolff bestätigte, dass Mercedes schon seit einiger Zeit Ressourcen auf den kommenden W18 verlagert hat. Damit beginnt in Brackley und Brixworth frühzeitig die Vorbereitung auf die nächste Entwicklungsstufe, ohne die Arbeit am aktuellen Rennwagen vollständig einzustellen. Genau das zeigt auch der weitere Fahrplan für die laufende Saison: Für den Großen Preis von Malaysia ist noch einmal ein Update vorgesehen. Wolff bezeichnete die geplanten Neuerungen als solides Paket und machte damit deutlich, dass Mercedes trotz des Blicks auf 2027 weiterhin Entwicklungspotenzial im aktuellen Auto sieht. Der Zeitpunkt ist interessant, denn Mercedes befindet sich sportlich in einer starken Ausgangslage. Nach dem jüngsten Erfolg in Madrid beträgt der Vorsprung in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 145 Punkte auf Ferrari. Eine Garantie für den Titel sieht Wolff darin allerdings nicht. Der Mercedes-Teamchef warnt davor, die verbleibenden Rennen zu unterschätzen und die Weltmeisterschaft vorzeitig als entschieden zu betrachten. Für das Team entsteht dadurch ein klassischer Spagat: Einerseits müssen genügend Ressourcen in das aktuelle Auto fließen, um die starke Position in der Weltmeisterschaft abzusichern, andererseits darf die Entwicklung für 2027 nicht zu spät beginnen. Gerade in der modernen Formel 1 kann der richtige Zeitpunkt für die Verlagerung von Entwicklungsressourcen einen erheblichen Einfluss auf die folgende Saison haben. Mercedes versucht deshalb, beide Programme parallel voranzutreiben. Das angekündigte Malaysia-Update zeigt, dass die aktuelle Saison keineswegs abgeschrieben oder technisch eingefroren wird. Gleichzeitig läuft im Hintergrund bereits die Arbeit am W18. Wie umfangreich die Veränderungen am neuen Auto ausfallen werden und welche konkreten technischen Lösungen Mercedes verfolgt, ist derzeit noch nicht öffentlich bekannt. Entsprechend sollte aus dem frühen Entwicklungsbeginn auch noch keine Aussage über die spätere Konkurrenzfähigkeit des W18 abgeleitet werden. Klar ist dagegen: Mercedes arbeitet bereits an der nächsten Saison, während das aktuelle Auto mindestens noch ein weiteres Entwicklungspaket erhalten soll. Malaysia wird damit nicht nur sportlich interessant. Das Rennwochenende dürfte auch erste Hinweise darauf liefern, wie viel Mercedes aus der aktuellen Fahrzeugentwicklung noch herausholen kann, bevor sich der technische Fokus immer stärker auf 2027 verschiebt.

Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.