Bericht

Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Aserbaidschan 2026 eine formelle Ermahnung der FIA erhalten. Der Ferrari-Pilot behinderte im zweiten freien Training auf dem Baku City Circuit Liam Lawson, der sich im Racing Bulls auf einer schnellen Runde befand. Eine Startplatzstrafe oder Strafpunkte wurden nicht verhängt.

Der Zwischenfall ereignete sich im letzten Streckenabschnitt vor Kurve 19. Hamilton war auf einer langsamen Runde unterwegs, während Lawson mit deutlich höherer Geschwindigkeit von hinten herankam. Obwohl Ferrari Hamilton bereits vor dem herannahenden Fahrzeug gewarnt hatte, machte er nicht rechtzeitig Platz. Lawson musste vom Gas gehen und leicht bremsen, um einen möglichen Zusammenstoß zu vermeiden.

Nach dem Training untersuchten die FIA-Rennkommissare den Vorfall. Sie werteten unter anderem Videoaufnahmen, Telemetriedaten und den Funkverkehr aus und hörten beide Fahrer an. Dabei stellten sie fest, dass Hamilton die Verkehrsanweisungen des Rennleiters nicht ausreichend beachtet und Lawson unnötig behindert hatte.

Bei ihrer Entscheidung berücksichtigten die Kommissare die besonderen Schwierigkeiten des Energiemanagements der neuen Formel-1-Antriebe. Unterschiedliche Energiereserven können erhebliche Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Fahrzeugen auf schnellen und langsamen Runden verursachen. Eine absichtliche Behinderung wurde Hamilton nicht nachgewiesen.

Dennoch entschieden sich die Rennkommissare angesichts der hohen Geschwindigkeiten für eine formelle Ermahnung. Für Hamilton ist es bereits die zweite der laufenden Saison. Seine Startposition für den Großen Preis von Aserbaidschan bleibt von der Entscheidung unberührt.

Sportlich beendete Hamilton das zweite freie Training auf Platz fünf. Lawson erreichte den zwölften Rang. Die schnellste Runde fuhr George Russell im Mercedes.

Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.