Bericht
Mercedes hat beim Auftakt zum Großen Preis von Aserbaidschan 2026 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. George Russell beendete sowohl das erste als auch das zweite freie Training auf dem Baku City Circuit an der Spitze und machte damit einen perfekten Trainingsdonnerstag für sich persönlich perfekt. Bereits in FP1 setzte der Brite mit 1:45,387 Minuten die Bestzeit und lag damit 0,400 Sekunden vor Max Verstappen im Red Bull. Charles Leclerc folgte nur vier Tausendstelsekunden hinter Verstappen auf Rang drei. Während Russell ohne größere Probleme durch sein Programm kam, verlief der Auftakt für seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli wesentlich schwieriger. Der WM-Führende musste seinen W17 nach einem Verlust des Hydraulikdrucks abstellen. Nach nur neun absolvierten Runden war sein erstes Training vorzeitig beendet. Mercedes untersuchte das Problem anschließend und entschied sich vorsorglich für einen Wechsel der Power Unit. Dadurch konnte Antonelli auch zu Beginn des zweiten Trainings nicht sofort auf die Strecke gehen und verlor weitere wertvolle Trainingszeit. Umso bemerkenswerter fiel seine Antwort in FP2 aus: Trotz des eingeschränkten Programms fuhr Antonelli mit 1:43,899 Minuten auf den zweiten Platz und komplettierte damit die Mercedes-Doppelführung. An der Spitze legte Russell noch einmal deutlich nach. Seine Bestzeit von 1:43,347 Minuten brachte ihm einen Vorsprung von 0,552 Sekunden auf Antonelli ein. Max Verstappen folgte auf Rang drei und lag bereits 0,827 Sekunden hinter Russell. Dahinter reihten sich Charles Leclerc und Lewis Hamilton für Ferrari ein. Mercedes darf den starken Donnerstag damit als gelungenen Auftakt verbuchen, warnt allerdings selbst davor, die Abstände auf der Zeitenliste überzubewerten. Trackside Engineering Director Andrew Shovlin erklärte, dass mehrere Konkurrenten bei ihren schnellen Runden Zeit liegen gelassen hätten und das tatsächliche Kräfteverhältnis enger sein dürfte. Auch Russell selbst sieht Mercedes auf den Longruns deutlich näher an McLaren und Red Bull, als seine klare FP2-Bestzeit vermuten lässt. Dennoch fällt die erste Bilanz positiv aus: Der W17 funktionierte bei Russell sowohl auf einer schnellen Runde als auch während seines Longruns zuverlässig, während Antonelli trotz seiner technischen Probleme genügend Fahrzeit sammeln konnte, um den Tag noch auf Rang zwei zu beenden. Für Antonelli war diese Aufholjagd besonders wichtig. Auf einem Stadtkurs wie Baku kostet jede verpasste Runde Erfahrung und Vertrauen, da die Fahrer zwischen Mauern und Leitplanken schrittweise ans Limit gehen müssen. Der Italiener sprach deshalb nach dem Training von einer guten Erholung nach dem schwierigen Start. Mercedes muss nun über Nacht insbesondere die Ursache des Hydraulikproblems weiter untersuchen und gleichzeitig versuchen, aus dem bereits schnellen W17 noch weitere Leistung herauszuholen. Ob die deutliche Doppelführung aus FP2 tatsächlich ein Hinweis auf die Kräfteverhältnisse im Qualifying ist, bleibt offen. Der erste Trainingstag liefert Mercedes aber eine hervorragende Ausgangslage: Russell war in beiden Sessions der schnellste Fahrer, Antonelli kämpfte sich trotz erheblicher Probleme auf Platz zwei zurück und Verstappen musste sich im zweiten Training beiden Mercedes geschlagen geben.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.

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