Bericht

Max Verstappen hat im entscheidenden Moment zugeschlagen: Beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia sicherte sich der Red-Bull-Pilot in Sepang mit 1:35,130 Minuten die Pole Position und startet am Sonntag neben Lewis Hamilton. Hinter ihnen beginnt das Rennen für Mercedes mit gemischten Gefühlen. Kimi Antonelli hatte wenige Stunden zuvor noch FP3 angeführt und Verstappen um 0,278 Sekunden geschlagen, doch im Qualifying geriet der WM-Führende in Q2 durch eine wegen Track Limits gestrichene Runde unter Druck. Für den notwendigen zweiten Versuch musste er einen zusätzlichen frischen Soft-Satz einsetzen, wodurch ihm in Q3 nur noch ein frischer Satz zur Verfügung stand. Antonelli qualifizierte sich schließlich als Vierter, rückt durch die Strafe gegen Isack Hadjar aber auf Startplatz drei vor. George Russell kam im Qualifying nicht über Rang acht hinaus und startet nach der Verschiebung von P7. Nach der starken Vorstellung im dritten Training ist das für Mercedes und das neue W17-Update zunächst eine Enttäuschung. Ob das Paket im Rennen mit vollem Tank und über längere Stints besser funktioniert, bleibt allerdings offen – gerade in Sepang könnten Reifenverschleiß und Longrun-Pace wesentlich wichtiger werden als die Geschwindigkeit über eine einzelne Runde.

Auch McLaren konnte Verstappen im Kampf um die Pole nicht ernsthaft gefährden. Lando Norris und Oscar Piastri trennten in Q3 lediglich fünf Tausendstelsekunden. Durch Hadjars Rückversetzung starten sie unmittelbar hinter Ferrari aus der dritten Reihe auf P5 und P6. Ganz vorne bietet sich dagegen eine spektakuläre Ausgangslage: Verstappen gegen Hamilton in Reihe eins, dahinter Antonelli und Leclerc. Hadjar dürfte sich besonders ärgern. Der Red-Bull-Pilot fuhr die drittschnellste Qualifying-Zeit, muss wegen eines zusätzlichen Verbrennungsmotors jedoch fünf Positionen zurück und startet nur als Achter.

Auch am Ende des Feldes greifen Strafen ein. Franco Colapinto bringt eine Fünf-Plätze-Strafe aus Baku mit und kassierte in Sepang wegen eines weiteren Verbrennungsmotors zusätzlich zehn Startplätze. Arvid Lindblad erhielt wegen mehrerer zusätzlicher Power-Unit-Komponenten insgesamt 30 Startplätze Strafe und wird ans Ende des Feldes zurückversetzt. Damit unterscheidet sich die tatsächliche Startreihenfolge deutlich vom reinen Qualifying-Ergebnis.

STARTAUFSTELLUNG – GROSSER PREIS VON BAHRAIN IN MALAYSIA 2026

1. Max Verstappen – Red Bull 2. Lewis Hamilton – Ferrari 3. Kimi Antonelli – Mercedes 4. Charles Leclerc – Ferrari 5. Lando Norris – McLaren 6. Oscar Piastri – McLaren 7. George Russell – Mercedes 8. Isack Hadjar – Red Bull ↳ Qualifying P3 – 5 Startplätze Strafe wegen eines zusätzlichen Verbrennungsmotors

9. Pierre Gasly – Alpine 10. Gabriel Bortoleto – Audi 11. Liam Lawson – Racing Bulls 12. Fernando Alonso – Aston Martin 13. Carlos Sainz – Williams 14. Lance Stroll – Aston Martin 15. Nico Hülkenberg – Audi 16. Oliver Bearman – Haas 17. Esteban Ocon – Haas 18. Alexander Albon – Williams 19. Valtteri Bottas – Cadillac 20. Sergio Pérez – Cadillac 21. Franco Colapinto – Alpine ↳ 15 Startplätze Strafe insgesamt: 5 Plätze aus Baku plus 10 Plätze wegen eines zusätzlichen Verbrennungsmotors 22. Arvid Lindblad – Racing Bulls ↳ 30 Startplätze Strafe wegen zusätzlicher Power-Unit-Komponenten

Damit ist für Sonntag alles angerichtet. Verstappen besitzt die beste Ausgangslage, Hamilton lauert direkt daneben und Antonelli hat trotz seines schwierigen Qualifyings noch immer freie Sicht auf die erste Kurve. Dahinter stehen Ferrari, McLaren und Russell dicht genug, um bei Strategie, Reifenverschleiß oder einem schlechten Start sofort einzugreifen. Gerade die Frage, ob Mercedes sein neues Paket über die Renndistanz besser zur Geltung bringen kann, dürfte eine der spannendsten Geschichten über die 56 Runden von Sepang werden.

Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.