Bericht
Die Formel 1 könnte beim Großen Preis der USA am 25. Oktober 2026 einen historischen Moment erleben: Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat die Chance, sich bereits in Austin vorzeitig zum Weltmeister zu krönen. Der Italiener führt die Fahrerwertung nach dem Rennen in Singapur deutlich an. Doch so komfortabel sein Vorsprung auch erscheint, entschieden ist die Weltmeisterschaft noch nicht. Damit die Titelentscheidung tatsächlich auf dem Circuit of The Americas fällt, müssen mehrere Ergebnisse zusammenpassen. PapayaSilver erklärt die Ausgangslage und die entscheidende Punkteberechnung. DIE AUSGANGSLAGE VOR AUSTIN: Nach dem Großen Preis von Singapur führt Antonelli die Weltmeisterschaft mit 340 Punkten an. Sein Mercedes-Teamkollege George Russell folgt mit 238 Punkten, Lewis Hamilton liegt mit 229 Zählern auf dem dritten Rang. Damit beträgt Antonellis Vorsprung auf Russell bereits 102 Punkte und auf Hamilton 111 Punkte. Vor dem USA-Grand-Prix stehen noch sechs Rennen aus. Bei 25 Punkten für einen Grand-Prix-Sieg sind somit maximal 150 Punkte zu vergeben. Nach Austin verbleiben noch fünf Rennen mit insgesamt 125 möglichen Punkten. Genau diese Zahl ist für die mögliche Titelentscheidung entscheidend. WAS MUSS ANTONELLI IN AUSTIN SCHAFFEN? Der Mercedes-Pilot muss den Großen Preis der USA gewinnen. Mit den 25 Punkten für Platz eins würde sein Punktekonto auf 365 Zähler steigen. Doch selbst dieser Sieg würde nicht automatisch für den WM-Titel reichen. Entscheidend sind auch die Ergebnisse seiner Verfolger. George Russell darf höchstens den neunten Platz erreichen. Für Rang neun gibt es zwei WM-Punkte, womit Russell auf 240 Punkte käme. Sein Rückstand auf Antonelli würde dann exakt 125 Punkte betragen. Rechnerisch könnte Russell in den fünf verbleibenden Rennen zwar noch gleichziehen, bei gleicher Punktzahl würde jedoch die Anzahl der Grand-Prix-Siege entscheiden. Nach der zugrunde gelegten Saisonbilanz hätte Antonelli auch in diesem Fall die Nase vorn. Lewis Hamilton darf gleichzeitig höchstens Fünfter werden. Dafür erhält der Ferrari-Pilot zehn Punkte und würde auf insgesamt 239 Zähler kommen. Sein Rückstand auf Antonelli läge damit bei 126 Punkten und wäre in den verbleibenden fünf Rennen nicht mehr aufzuholen. Wird Hamilton dagegen Vierter, erhält er zwölf Punkte und hätte noch eine theoretische Titelchance. WARUM REICHT PLATZ ZWEI NICHT? Sollte Antonelli in Austin nur Zweiter werden, würde er 18 Punkte sammeln und auf 358 Zähler kommen. Selbst wenn Russell komplett leer ausginge, läge der Mercedes-Pilot nur 120 Punkte vor seinem Teamkollegen. Weil danach noch 125 Punkte zu vergeben wären, könnte Russell die Weltmeisterschaft weiterhin aus eigener Kraft rechnerisch erreichen. Antonelli benötigt für eine vorzeitige Entscheidung in Austin also zwingend den Rennsieg. UND WAS IST MIT VERSTAPPEN, LECLERC UND NORRIS? Auch Max Verstappen, Charles Leclerc und Lando Norris liegen vor dem Rennen noch innerhalb des mathematisch möglichen Titelbereichs. Ein Sieg Antonellis in Austin würde ihren Rückstand allerdings so weit vergrößern, dass sie ihn anschließend nicht mehr einholen könnten. Für die entscheidende Rechnung bleiben damit vor allem Russell und Hamilton relevant. EIN HISTORISCHER MOMENT FÜR MERCEDES: Sollte Antonelli den Titel tatsächlich schon in Austin gewinnen, würde er nicht nur seine außergewöhnliche Saison krönen. Er hätte auch die Chance, als jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten in die Geschichte einzugehen und den bisherigen Altersrekord von Sebastian Vettel zu unterbieten. Zudem könnte er als erster Italiener seit Alberto Ascari im Jahr 1953 den Fahrertitel gewinnen. Für Mercedes wäre eine derart frühe WM-Entscheidung ein eindrucksvoller Erfolg. FAZIT: Die Ausgangslage ist klar: Antonelli muss in Austin gewinnen, Russell muss Neunter oder schlechter werden und Hamilton darf höchstens Fünfter werden. Treffen diese Ergebnisse ein und bleibt Antonelli auch im Falle eines rechnerischen Punktgleichstands bei den Rennsiegen vorne, wäre der Titel bereits beim Großen Preis der USA entschieden. Andernfalls geht der WM-Kampf beim anschließenden Rennen in Mexiko weiter.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration · keine Originalaufnahme.

Kimi wird kein Weltmeister in den USA. Schade das Verstappen erst so spät wieder in Form ist bzw sein Auto.