Papaya & SilverZwei Teams. Eine besondere Verbindung.
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Große Siege. Harte Rückschläge. Eine besondere Verbindung.

McLaren & Mercedes

Die Geschichte, die uns verbindet.

Mika jubelt. Kimi greift auf der letzten Runde an. Mercedes holt Michael Schumacher zurück. Und aus einem Jungen, an den Ron Dennis glaubt, wird der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton. Diese Geschichte erzählt von ihren großen Chancen, ihren Siegen und den Niederlagen, die bis heute wehtun. Sie führt auch hinter die Kulissen: zu Ron Dennis, Norbert Haug und Dieter Zetsche, zu ihren unterschiedlichen Aufgaben und zu der Arbeit, die aus einer Partnerschaft ein Weltmeisterprojekt macht.

Aus der Sicht von Fans erzählt · Stand: · Quellen zu den historischen Kapiteln.

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1995–1996

Der Anfang: zwei große Namen, ein gemeinsamer Traum

1995 beginnt die Geschichte von McLaren-Mercedes. McLaren baut das Auto, Mercedes liefert zusammen mit Ilmor den Motor. Zuvor war McLaren mit Peugeot gefahren. Jetzt wollen die neuen Partner gemeinsam zurück an die Spitze.

Beim ersten Rennen in Brasilien werden Mika Häkkinen und Mark Blundell Vierter und Sechster. Später fährt Häkkinen in Monza auf Platz zwei. Das erste gemeinsame Podium ist da. Ein Sieg fehlt aber noch: 1995 und 1996 gewinnen McLaren und Mercedes keinen Grand Prix.

Dann wird der Rennsport plötzlich nebensächlich. Häkkinen verunglückt 1995 im Training von Adelaide schwer. Er überlebt und kehrt 1996 zurück. Wenn er später Weltmeister wird, gehört auch dieser Weg dazu: Erst kämpft er um sein Leben. Dann sitzt er wieder im Rennwagen. Und irgendwann steht er ganz oben.

Hinter dem sportlichen Neuanfang stehen zwei Männer mit unterschiedlichen Aufgaben: Ron Dennis führt McLaren, Norbert Haug verantwortet seit Oktober 1990 den Motorsport von Mercedes-Benz. Dennis steht für das Rennteam, Haug für das Engagement der Marke. Zusammengeführt werden McLarens Arbeit am Auto und die Motorenarbeit von Mercedes und Ilmor. Für uns liegt darin ein Schlüssel dieser Partnerschaft: Der gemeinsame Erfolg verlangt, dass beide Seiten ihre Stärken in dasselbe Projekt einbringen.

Was Ron Dennis für dieses Team bedeutet, zeigt sich nach Häkkinens Unfall fern jeder Siegerehrung. McLaren berichtet, dass Dennis und seine Frau Lisa mehrere Tage an Mikas Krankenbett bleiben. Erst als er außer Lebensgefahr ist, kehren sie nach England zurück. Hinter dem Namen des Teamchefs steht hier eine sehr konkrete Entscheidung: bei seinem Fahrer zu bleiben, während dessen Zukunft völlig offen ist. Wenn Häkkinen später Weltmeister wird, bekommt auch diese Erinnerung ein anderes Gewicht.

Belege: [2][3][41]

1997

Endlich ein Sieg! Coulthard beendet das Warten

Melbourne, Saisonauftakt 1997: David Coulthard gewinnt. Häkkinen wird Dritter. Endlich steht wieder ein McLaren ganz oben auf dem Podium – zum ersten Mal seit Ayrton Sennas Sieg in Adelaide 1993. Es ist der erste Grand-Prix-Sieg der Partnerschaft mit Mercedes.

Coulthard schafft den Durchbruch, auf den beide Partner gewartet haben. Beim letzten Rennen des Jahres in Jerez folgt Häkkinens erster eigener Formel-1-Sieg. Die jahrelange Arbeit zahlt sich aus. Aus dem Wunsch, wieder zu gewinnen, werden Pokale.

Belege: [4][2]

1998–1999

Mika gegen Ferrari: zwei Titel und Tränen in Monza

1998 wird aus McLaren-Mercedes ein Weltmeisterteam. Vor dem Finale in Suzuka führt Häkkinen mit vier Punkten vor Michael Schumacher. Schumacher steht auf dem besten Startplatz, würgt aber den Motor ab und muss ganz hinten starten. Später fällt sein Ferrari mit einem Reifenschaden aus. Häkkinen gewinnt das Rennen und seinen ersten WM-Titel. McLaren holt auch die Konstrukteurs-WM, die Weltmeisterschaft der Teams.

Ein Jahr später muss Mika wieder in Suzuka alles entscheiden. Diesmal liegt er vier Punkte hinter Eddie Irvine. Häkkinen setzt sich beim Start gegen Schumacher durch, gewinnt das Rennen und wird erneut Weltmeister. Die Team-WM geht 1999 an Ferrari.

Dass dieser zweite Titel so viel bedeutet, liegt auch an den Rückschlägen davor. In Monza wirft Häkkinen die Führung durch einen eigenen Fehler weg. Danach sitzt er weinend hinter den Streckenbegrenzungen. Ein Weltmeister, am Boden zerstört. Wenige Wochen später ist derselbe Fahrer wieder ganz oben. Diese Bilder gehören zusammen.

Warum trägt die Verbindung nun so weit? Motorleistung allein erklärt keinen Weltmeister. Das Auto muss diese Leistung auf die Strecke bringen, die Reifen nutzen und über eine Renndistanz bestehen. McLarens Rennwagen und der Mercedes-Antrieb müssen zusammen funktionieren. Dennis und Haug geben dieser Zusammenarbeit ein Gesicht; umgesetzt wird sie von den Menschen, die konstruieren, Motoren entwickeln, Daten auswerten und an der Box arbeiten. Unsere Einordnung: Entscheidend ist das Zusammenspiel dieser Arbeit, nicht die Strahlkraft zweier Namen.

Wie stark das Ergebnis 1998 ausfällt, zeigt schon der Saisonauftakt: In Melbourne überrunden Häkkinen und Coulthard den gesamten Rest des Feldes. Beim nächsten Rennen in Brasilien liegen sie wieder mehr als eine Minute vor dem nächsten Verfolger. Die Partnerschaft, die zwei Jahre ohne Sieg begonnen hat, setzt nun selbst den Maßstab. Genau darin steckt die Wucht dieses Aufstiegs.

Belege: [5][6][2]

2000

Spa 2000: Häkkinen, Schumacher und ein Manöver für die Ewigkeit

Häkkinen jagt Schumacher. Vor ihnen taucht Ricardo Zonta auf, der überrundet werden soll. Auf der Kemmel-Geraden von Spa wird aus einem Zweikampf plötzlich eine Szene mit drei Autos.

Schumacher fährt auf der einen Seite an Zonta vorbei, Häkkinen auf der anderen. Der McLaren kommt vor Les Combes nach vorn. Mika gewinnt das Rennen. In wenigen Sekunden ist ein Überholmanöver entstanden, über das Fans noch Jahrzehnte später sprechen.

Die Weltmeisterschaft gewinnt am Ende Schumacher. Aber dieser Sonntag gehört Häkkinen und McLaren-Mercedes. Nicht jeder große Sieg bringt einen Titel. Manche bleiben trotzdem für immer hängen.

Belege: [7][3]

2001

Barcelona: eine letzte Runde, die alles kaputtmacht

Häkkinen beginnt die letzte Runde mit rund 42 Sekunden Vorsprung auf Schumacher. Nur noch das Auto nach Hause bringen. Dann versagt die Kupplung nach einem Hydraulikleck. Der McLaren bleibt stehen. Schumacher gewinnt.

Es fehlt nur noch ein Stück bis zum Ziel. Ein ganzes Rennen voller schneller Runden ist verloren. Kaum eine Niederlage zeigt so deutlich, wie brutal dieser Sport sein kann: Der Vorsprung ist riesig, und trotzdem bleibt am Ende kein Sieg.

Zurück kommt Mika auf Coulthards Auto. Auch dieses Bild bleibt. Der Teamkollege nimmt ihn mit, nachdem die Technik ihm den Erfolg genommen hat.

Belege: [8]

2000–2002

Wer brachte Kimi Räikkönen in die Formel 1?

Hinter Räikkönens frühem Aufstieg stehen vor allem seine Manager David Robertson und dessen Sohn Steve. Sie sehen sein Talent in der Formel Renault. David überzeugt Peter Sauber, dem jungen Finnen einen Formel-1-Test zu geben.

Im September 2000 steigt Räikkönen in Mugello in den Sauber. Er ist 20 Jahre alt und hat erst 23 Autorennen bestritten. Eine winzige Erfahrung für diesen riesigen Sprung. Trotzdem zeigt er schnell, dass er mit einem Formel-1-Auto umgehen kann. Sogar Michael Schumacher wird auf ihn aufmerksam.

Peter Sauber gibt ihm für 2001 das Renncockpit. Gleich beim Debüt in Australien holt Räikkönen einen Punkt. 2002 wechselt er zu McLaren-Mercedes und tritt dort die Nachfolge von Häkkinen an. Die Robertsons öffnen ihm die Tür, Sauber gibt ihm die erste große Chance, McLaren holt ihn ins Spitzenteam.

Belege: [32][14]

2003–2005

Räikkönen: so schnell, so nah – und doch kein Titel

2003 fehlen Kimi Räikkönen am Ende nur zwei Punkte. Michael Schumacher wird mit 93 Punkten Weltmeister, Räikkönen hat 91. Nach einer ganzen Saison ist der Abstand winzig. Für McLaren-Fans bleibt die Frage, an welcher Stelle diese wenigen Punkte verloren gegangen sind.

2005 ist der McLaren MP4-20 wieder ein Auto zum Träumen. Räikkönen und Juan Pablo Montoya gewinnen zusammen zehn Rennen. Doch Weltmeister wird Fernando Alonso, und Renault gewinnt auch die Team-WM. Räikkönen bleibt erneut der zweite Platz.

Diese Jahre liefern beides: Rennen, in denen Kimi kaum zu schlagen ist, und Momente, in denen ein sicher geglaubter Erfolg zerbricht. Zwei davon zeigen besonders gut, warum Fans diese Zeit nie vergessen.

Gerade 2005 zeigt aber auch, wo der Anspruch von McLaren-Mercedes an seine Grenze stößt. Zehn Siege reichen nicht für die Weltmeisterschaft. Daraus lässt sich für uns eine harte Lehre ziehen: Ein Team muss seine Möglichkeiten über eine ganze Saison in Ergebnisse verwandeln. Außergewöhnliches Tempo, technische Standfestigkeit und die Entscheidungen im Rennen gehören zusammen. Wer nur die glänzenden Sonntage betrachtet, versteht deshalb noch nicht, warum diese Mannschaft gewinnt – oder warum sie trotz großer Siege einen Titel verliert.

Belege: [9][10]

2005 · Europa-GP

Nürburgring: der Sieg zerbricht vor den Augen der Fans

Räikkönen führt, aber sein beschädigter Reifen vibriert heftig. Ein Bremsplatten belastet die Vorderradaufhängung. McLaren lässt ihn weiterfahren. Vielleicht hält das Auto noch bis ins Ziel.

Es hält nicht. Zu Beginn der letzten Runde bricht die Aufhängung. Kimi rutscht von der Strecke, Alonso übernimmt den Sieg. Aus der Führung wird ein Ausfall, nur eine Runde vor Schluss.

Wer dieses Rennen verfolgt hat, erinnert sich an das Zittern des Rades. Jede weitere Runde bringt Räikkönen näher ans Ziel – und das Auto näher an seine Grenze. Am Ende geht die Hoffnung auf den Sieg nicht auf.

Belege: [11][10]

2005 · Japan-GP

Suzuka: von Platz 17 bis ganz nach vorn

In Japan startet Räikkönen nur von Platz 17. Das klingt nach Schadensbegrenzung. Es wird einer seiner größten Siege.

Kimi kämpft sich durch das Feld. Ganz vorne fährt Giancarlo Fisichella im Renault. Zu Beginn der letzten Runde greift Räikkönen an und geht vorbei. Wenig später gewinnt er. Startplatz 17, Sieg auf der Schlussrunde – mehr Spannung geht kaum.

Auch Alonso zeigt an diesem Tag ein berühmtes Manöver: Er überholt Schumacher außen in der schnellen 130R. Räikkönens großer Moment ist der Angriff auf Fisichella. Zwei außergewöhnliche Szenen in einem Rennen, das besonders für McLaren-Fans unvergesslich bleibt.

Belege: [13][12]

1995–2007 · Hamiltons Weg

Der Junge, an den Ron Dennis glaubte

Lange bevor Lewis Hamilton Weltmeister wird, hält sein Vater Anthony seine Kartkarriere am Laufen. Er arbeitet in mehreren Jobs, damit Lewis Rennen fahren kann. Talent allein bezahlt noch keine Saison.

1995 geht der zehnjährige Lewis bei einer Preisverleihung auf McLaren-Chef Ron Dennis zu. Er erklärt ihm, dass er eines Tages für McLaren fahren möchte. Ein Kind sagt dem Chef seines Traumteams, wo es hinwill. Drei Jahre später bekommt dieser Wunsch eine echte Chance: Dennis bietet der Familie Unterstützung an. 1998 kommt Hamilton in die Nachwuchsförderung von McLaren-Mercedes.

Anthony schafft früh die Grundlage, Dennis und das Team helfen beim weiteren Aufstieg. 2006 gewinnt Lewis die GP2-Meisterschaft, eine wichtige Nachwuchsserie. 2007 gibt McLaren ihm das Formel-1-Cockpit neben Fernando Alonso. Aus dem Jungen mit dem großen Wunsch ist der neue Teamkollege des amtierenden Weltmeisters geworden.

Darin liegt eine weitere Erklärung für den späteren Erfolg: Die Förderung beginnt lange vor dem ersten Formel-1-Sieg. Ron Dennis bietet Hamilton die Chance, McLaren-Mercedes begleitet seinen Aufstieg, und schließlich vertraut McLaren ihm ein Renncockpit an. Der entscheidende Schritt führt ihn sofort neben einen Doppelweltmeister. Für uns macht das Dennis' Rolle besonders greifbar: Zur Unterstützung eines Talents gehört irgendwann auch die Bereitschaft, ihm Verantwortung zu geben. 2008 gewinnt Hamilton seinen ersten Titel in genau diesem gemeinsamen Projekt.

Belege: [31][15]

2007

Spionageskandal 2007 – und der gemeinsame Weg danach

Ein Doppelweltmeister und ein Neuling: Das sieht zunächst nach klaren Rollen aus. Doch Hamilton ist sofort schnell. Er und Alonso gewinnen zusammen acht Rennen. Gleichzeitig wird ihr Duell immer angespannter. Im Qualifying von Ungarn werden die Probleme offen sichtbar.

Am Ende haben beide gleich viele WM-Punkte. Und beiden fehlt genau ein Punkt auf den neuen Weltmeister: Kimi Räikkönen, inzwischen bei Ferrari. Zwei McLaren-Fahrer kämpfen um den Titel. Ein ehemaliger McLaren-Fahrer nimmt ihn mit nach Hause.

Dazu kommt die Spionageaffäre um vertrauliche Ferrari-Unterlagen. McLaren verliert seine Konstrukteurspunkte und erhält eine Strafe von 100 Millionen US-Dollar. Hamilton und Alonso dürfen ihre Fahrer-Punkte behalten. So endet ein Jahr voller Tempo mit Streit, einer schweren Strafe und einem knapp verlorenen Titel.

McLaren und Mercedes setzen ihre Zusammenarbeit danach fort. Schon 2008 wird Hamilton im McLaren-Mercedes Weltmeister. Die Motorenpartnerschaft besteht bis Ende 2014 weiter. Nach getrennten Jahren finden beide 2021 wieder zusammen.

Für uns bei PapayaSilver gehört dieses gemeinsame Weitergehen genauso zur Geschichte wie die großen Siege. 2007 bleibt ein schweres, belastetes Kapitel. Und doch schreiben McLaren und Mercedes ihre Geschichte danach gemeinsam weiter.

Gerade wenn wir die Menschen hinter den Erfolgen würdigen, darf dieses Jahr nicht zur bloßen Nebenhandlung werden. Zum Blick auf Dennis' McLaren gehören die Förderung großer Fahrer und die WM-Siege, aber auch die Verantwortung des Teams für diese Affäre. Der Titel von 2008 verändert die Strafe von 2007 nicht. Dass die Partnerschaft weitergeht, gibt dem gemeinsamen Projekt eine Zukunft; es macht seine Vergangenheit nicht ungeschehen.

Belege: [14][15][1]

2008

Hamiltons erster Titel: entschieden in den letzten Kurven

In Silverstone zeigt Hamilton, was im Regen in ihm steckt. Von Platz vier fährt er zum Sieg. Nick Heidfeld auf Platz zwei liegt am Ende 68,577 Sekunden zurück. Ein riesiger Vorsprung, ausgerechnet vor dem Heimpublikum.

Beim Finale in Brasilien reicht dagegen eine einzige Position. Felipe Massa gewinnt sein Heimrennen. Hamilton braucht Platz fünf für den Titel, liegt kurz vor Schluss aber dahinter. Dann kommt er auf der letzten Runde am Toyota von Timo Glock vorbei. Hamilton wird Fünfter – und mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister.

Glock kämpft auf Trockenreifen mit der immer nasseren Strecke. Hamilton fährt auf Intermediates, Reifen für nasse Bedingungen. In den letzten Kurven treffen diese Entscheidungen aufeinander. Für Lewis reicht es gerade noch. Für Massa reicht selbst der Sieg nicht.

McLaren-Mercedes hat wieder einen Fahrerweltmeister. Nach Häkkinens beiden Titeln ist es der dritte der Partnerschaft. Für die Fans ist es ein Finale, bei dem erst mit der letzten entscheidenden Position feststeht, wer feiern darf.

Belege: [16][17][18]

2009–2012

Mercedes holt Michael Schumacher zurück!

Am 23. Dezember 2009 wird aus einem Gerücht eine riesige Nachricht: Mercedes holt Michael Schumacher zurück in die Formel 1. Der siebenmalige Weltmeister hat drei Jahre pausiert. Jetzt unterschreibt er für drei Saisons beim neuen Mercedes-Werksteam. An seiner Seite fährt Nico Rosberg.

Mercedes hat gerade Brawn GP übernommen. Ross Brawn und Mercedes-Sportchef Norbert Haug gehören zu den wichtigen Personen hinter diesem Comeback. Schumacher arbeitet wieder mit Brawn zusammen, mit dem er schon seine großen Erfolge bei Benetton und Ferrari erlebt hat.

Auch für Schumacher selbst ist Mercedes ein vertrauter Name. Schon 1990 fährt er im Juniorprogramm der Marke Sportwagen. Nun kehrt er als Rekordweltmeister zurück. Für viele Fans, die ihn jahrelang im roten Ferrari gesehen haben, ist allein dieser Anblick etwas Besonderes: Michael Schumacher im Silberpfeil.

Die erhofften Siege bleiben aus. Das Comeback ist sportlich schwerer als der große Name vermuten lässt. Doch 2012 steht Schumacher in Valencia noch einmal auf dem Podium, auf Platz drei. Es bleibt sein letzter Formel-1-Podestplatz. Ende 2012 hört er endgültig auf. Sein Comeback endet ohne weiteren Titel, aber es gehört fest zum Beginn des modernen Mercedes-Teams.

Hinter dieser Rückkehr steht auch eine Entscheidung auf Konzernebene. Am 16. November 2009 kündigt Daimler das eigene Mercedes-Werksteam an. Dieter Zetsche ist der damalige Konzernchef. Aus Brawn GP, dem frisch gekürten Doppelweltmeister mit Mercedes-Motoren, wird das Mercedes-Werksteam. Damit verschiebt sich die Rolle der Marke: Zum Engagement als Motorenpartner kommt wieder die Verantwortung für ein eigenes Formel-1-Team.

Zetsches Rolle ist dabei eine andere als die von Haug oder Brawn. Die Konzernführung entscheidet über diesen Weg; der Motorsportchef und die sportliche Führung müssen ihn auf die Rennstrecke bringen. Ross Brawn bringt außerdem die langjährige Zusammenarbeit mit Schumacher mit. Für uns erklärt diese Verbindung, warum die Rückkehr damals so viel Hoffnung weckt. Die folgenden Jahre zeigen zugleich, wie viel Arbeit zwischen einer großen Ankündigung und einem siegfähigen Auto liegen kann.

Belege: [33][34][35][20][41]

2010–2012

Button: vom letzten Platz zum Sieg in Kanada

Während Mercedes mit Schumacher und Rosberg neu beginnt, bekommt Hamilton bei McLaren einen neuen Teamkollegen: Jenson Button. Der amtierende Weltmeister wechselt 2010 ins Team. Wieder sitzen zwei britische Champions im McLaren-Mercedes.

Buttons größter McLaren-Moment kommt 2011 in Kanada. Regen, eine lange Unterbrechung, Rückschläge und zwischenzeitlich der letzte Platz: Dieses Rennen scheint längst verloren. Button besucht sechsmal die Boxengasse, eine Durchfahrtsstrafe eingeschlossen. Trotzdem kommt er zurück.

Auf der letzten Runde geht er an Sebastian Vettel vorbei und gewinnt. Nach all dem Durcheinander steht plötzlich ein McLaren ganz oben. Genau solche Rennen machen aus einem Fahrer einen Lieblingsfahrer.

2012 gewinnt Button auch das Finale in Brasilien. Hamilton fällt dort nach einer Kollision mit Nico Hülkenberg aus und verlässt McLaren anschließend. Buttons Erfolg bleibt McLarens letzter Grand-Prix-Sieg bis Monza 2021. Es folgen Jahre des Wartens.

Belege: [19][2]

2013

Hamilton wagt den Wechsel – und übernimmt Schumachers Platz

Für 2013 wechselt Hamilton von McLaren zum Mercedes-Werksteam. Er übernimmt das Cockpit von Schumacher und wird Rosbergs Teamkollege. Nach all den Jahren bei McLaren beginnt etwas Neues.

Mercedes ist damals noch kein Serienweltmeister. Hamilton muss sich auf ein Team einlassen, dessen größte Erfolge erst noch kommen sollen. Niki Lauda setzt sich für seinen Wechsel ein. Auch Teamchef Ross Brawn gehört zu dieser frühen Mercedes-Phase.

In Ungarn gewinnt Hamilton 2013 sein erstes Rennen für das Werksteam. Der erste gemeinsame Sieg ist geschafft. Dass aus diesem Wechsel eine Ära mit sechs Fahrer-Weltmeisterschaften für Lewis wird, steht zu diesem Zeitpunkt noch bevor.

Diese Geschichte hat deshalb auch keinen einzelnen Retter. Haug beendet seine Tätigkeit als Mercedes-Motorsportchef Ende 2012. Toto Wolff kommt 2013 als geschäftsführender Direktor und Mitgesellschafter hinzu. Im späteren Rückblick würdigt Wolff ausdrücklich die Vorarbeit von Haug, Brawn, Schumacher und weiteren Beteiligten. Hamilton steigt in eine Mannschaft ein, die schon vor seiner Ankunft aufgebaut wird. Laudas Einsatz für seinen Wechsel gehört zu diesem Weg, ebenso wie die Arbeit der Menschen, die das Auto schneller machen.

Belege: [36][20][31][38][41]

2014–2016

Hamilton gegen Rosberg: zwei Fahrer, ein Team, kein Platz zum Ausweichen

2014 beginnt die große Titelserie von Mercedes. Doch der härteste Gegner sitzt oft im anderen Silberpfeil. Hamilton und Rosberg kämpfen im gleichen Team um Siege und Weltmeisterschaften.

Bahrain 2014 zeigt, wie großartig so ein Duell sein kann. Die beiden liefern sich einen engen Kampf um den Sieg. Am Ende gewinnt Hamilton, Rosberg kommt nur rund eine Sekunde später ins Ziel. Beide dürfen kämpfen, beide wollen gewinnen. Für die Zuschauer ist es ein Rennen zum Mitfiebern.

Spanien 2016 zeigt die andere Seite. Schon auf der ersten Runde berühren sich die beiden und landen neben der Strecke. Beide Mercedes sind raus. Aus zwei Siegchancen wird ein gemeinsamer Ausfall.

Hamilton wird 2014 und 2015 Weltmeister. 2016 schlägt Rosberg zurück und holt seinen Titel. Diese Jahre gehören deshalb beiden Fahrern: Hamilton, der seine große Mercedes-Serie beginnt, und Rosberg, der sich im direkten Duell gegen ihn durchsetzt.

Belege: [24][22][23]

2017–2020

Hamiltons große Mercedes-Ära: Sieg für Sieg in die Geschichte

Nach Rosbergs Titel gehört die Fahrer-WM vier Jahre hintereinander Hamilton: 2017, 2018, 2019 und 2020. Zusammen mit 2014 und 2015 sind das sechs Titel für Mercedes. Seinen ersten hatte er 2008 bei McLaren geholt. Aus dem geförderten Kartfahrer wird ein siebenmaliger Weltmeister.

Zu dieser Ära gehört ein ganzes Team. Mercedes gewinnt von 2014 bis 2021 achtmal in Folge die Konstrukteurs-WM, also die Weltmeisterschaft der Teams. Hamilton ist einer der großen Fahrer dieser Geschichte. Die Autos, die Motoren, die Arbeit in den Fabriken und an der Box machen die Serie gemeinsam möglich.

Niki Lauda ist in diesen Jahren eine wichtige Person an Hamiltons Seite. Mercedes beschreibt ihre enge Verbindung und Laudas Rolle im Team. Sein Tod im Mai 2019 hinterlässt dort eine große Lücke. Hinter den Siegen stehen eben auch Menschen, die weit mehr miteinander teilen als einen Rennsonntag.

2020 erreicht Hamilton mit seinem siebten Fahrertitel die Zahl, die so lange mit Michael Schumacher verbunden war. Für Fans dieser beiden Fahrer ist das ein gewaltiger Moment. Schumacher fährt zu Beginn des modernen Mercedes-Teams. Hamilton führt dessen Erfolgsgeschichte später zu ganz neuen Höhen.

Wie Mercedes selbst diesen Erfolg erklärt, lässt sich in einer Stellungnahme von Dieter Zetsche nach dem zweiten Konstrukteurstitel 2015 nachlesen. Der damalige Daimler-Chef würdigt ausdrücklich die Arbeit in Brackley und Brixworth: das Auto, den Hybridantrieb, die Aerodynamik und die Konstruktion. Ebenso hebt er Hamilton, Rosberg und die Mannschaft hinter ihnen hervor. Das ist für unsere Geschichte aufschlussreich: Selbst auf dem Höhepunkt der Titelserie führt die Erklärung zurück zu vielen Menschen und vielen Entscheidungen. Hamilton kann am Sonntag sichtbar machen, was diese Mannschaft über Jahre zusammenführt.

Belege: [24][31][36][38][42]

2015–2020 · McLaren

Während Mercedes gewinnt, sucht McLaren den Weg zurück

Hamiltons Wechsel bedeutet noch nicht das Ende von McLaren-Mercedes. Das Team aus Woking fährt bis Ende 2014 mit Mercedes-Motoren. Erst 2015 beginnt die Zusammenarbeit mit Honda. Ab 2018 kommen die Motoren von Renault.

Die beiden Teams gehen nun technisch getrennte Wege. Mercedes sammelt Titel. McLaren versucht, wieder nach vorne zu kommen. Für Fans der früheren gemeinsamen Mannschaft ist das eine ungewohnte Zeit: Die vertrauten Namen stehen plötzlich für sehr unterschiedliche Ergebnisse.

Die erste Partnerschaft hat von 1995 bis 2014 gehalten. Sie hat Häkkinens Titel, Hamiltons ersten WM-Erfolg und viele unvergessliche Rennen gebracht. Vorerst ist sie vorbei. Doch dieses Kapitel wird später noch einmal aufgeschlagen.

Belege: [1][21][14]

2021 · Monza

Wieder Mercedes im Heck – und endlich wieder ein McLaren-Sieg

2021 kommt McLaren zu Mercedes zurück. Nach den Jahren mit Honda und Renault steckt wieder ein Mercedes-Antrieb im Auto. Und noch in derselben Saison gibt es den Moment, auf den McLaren-Fans so lange gewartet haben.

In Monza gewinnt Daniel Ricciardo vor Lando Norris. Ein Doppelsieg! Zum ersten Mal seit Button in Brasilien 2012 gewinnt McLaren wieder einen Grand Prix. Beide Autos stehen ganz oben auf dem Podium.

Ricciardo führt schon, bevor Hamilton und Verstappen miteinander kollidieren. Dieser Sieg hat seine eigene Geschichte. McLaren hat sich die Chance erarbeitet und nutzt sie. Der alte Motorenpartner ist zurück, neue Fahrer schreiben das nächste Kapitel.

Belege: [1][26][27]

2021 · Abu Dhabi

Abu Dhabi: eine letzte Runde, die bis heute wehtut

Hamilton und Max Verstappen kämpfen 2021 bis zum letzten Rennen um den Titel. In Abu Dhabi fällt die Entscheidung nach einer späten Safety-Car-Phase. Auf der letzten Runde überholt Verstappen den Mercedes und wird Weltmeister.

Für viele Hamilton- und Mercedes-Fans ist es ein bitterer Schock. Der achte Fahrertitel ist so nah. Dann dreht sich auf der Schlussrunde alles. Mercedes gewinnt die Team-WM zum achten Mal in Folge, verliert aber den Titel bei den Fahrern.

Die spätere FIA-Untersuchung stellt menschliche Fehler bei der Rückrundungsprozedur fest. Zugleich erklärt sie das Renn- und WM-Ergebnis für gültig und endgültig. Das ist der offizielle Stand. Die Enttäuschung vieler Fans über dieses Finale ist damit bis heute nicht verschwunden.

Belege: [25][24]

2024 · Hamiltons letztes Mercedes-Jahr

Silverstone: der Sieg, bei dem die Tränen kommen

Nach dem Sieg in Saudi-Arabien 2021 muss Hamilton lange auf den nächsten Grand-Prix-Erfolg warten. Erst in Silverstone 2024 endet diese Durststrecke. Vor seinem Heimpublikum gewinnt er zum neunten Mal den Großen Preis von Großbritannien.

Regen, Reifenentscheidungen und Verstappen, der am Ende näher kommt: Hamilton bringt den Sieg nach Hause. Danach kann er die Tränen nicht zurückhalten. Nach all den Jahren mit Titeln und Rekorden bedeutet dieser eine Erfolg noch einmal besonders viel.

Ende 2024 verabschiedet sich Hamilton nach zwölf Saisons vom Mercedes-Werksteam. Seine Bilanz dort: 84 Grand-Prix-Siege und sechs Fahrer-Weltmeisterschaften. Beim letzten Rennen in Abu Dhabi wird er Vierter und überholt Teamkollege George Russell noch auf der letzten Runde.

2025 wechselt Hamilton zu Ferrari. Für die Verbindung zwischen McLaren und Mercedes bleibt er eine der wichtigsten Figuren. Bei McLaren gewinnt er seinen ersten WM-Titel, beim Mercedes-Werksteam die nächsten sechs. Seine Karriere verbindet die beiden Teams wie kaum eine andere.

Belege: [37][38][31]

2024–2025 · McLaren

Papaya ist wieder Weltmeister!

Während Hamilton sein letztes Mercedes-Jahr beendet, feiert McLaren einen lange ersehnten Erfolg. Norris gewinnt 2024 in Abu Dhabi und sichert dem Team die erste Konstrukteurs-WM seit 1998. Ferrari fehlen am Ende 14 Punkte. Nach 26 Jahren steht McLaren wieder ganz oben.

2025 verteidigt McLaren den Titel. Schon in Singapur ist die zehnte Team-Weltmeisterschaft sicher. Norris und Oscar Piastri tragen diese neue Erfolgsphase. Wieder gehört ein Mercedes-Antrieb zum siegreichen McLaren.

Am 7. Dezember 2025 folgt in Abu Dhabi der nächste große Moment. Norris wird hinter Verstappen und Piastri Dritter. Das reicht: Mit zwei Punkten Vorsprung wird er zum ersten Mal Fahrerweltmeister. McLarens Warten auf diesen Titel ist seit Hamiltons Erfolg 2008 endlich vorbei.

Auch dieser neue Erfolg hilft, die frühere Partnerschaft besser zu verstehen. Ein Mercedes-Antrieb macht aus einem McLaren noch keinen fertigen Sieger. McLaren trägt weiterhin die Verantwortung für sein eigenes Auto und seine Rennen. Gerade deshalb bedeutet die erneute gemeinsame WM so viel: Zwei eigenständige Teams verbindet wieder ein erfolgreicher technischer Baustein. Die Zusammenarbeit beim Motor und der Wettbewerb auf der Strecke bestehen nebeneinander.

Belege: [28][29][30]

2019–2025 · Die nächste Generation

Noch ein Kimi: wie Mercedes Antonelli früh förderte

Bei Mercedes heißt ein junger Fahrer heute wieder Kimi. Andrea Kimi Antonelli kommt aus Italien. Kimi Räikkönen ist der Finne, der früher für McLaren fuhr. Zwei Fahrer, zwei verschiedene Wege.

Antonelli kommt im April 2019 mit zwölf Jahren ins Juniorprogramm von Mercedes. Das Team begleitet ihn schon lange vor der Formel 1. Er gewinnt die deutsche und die italienische Formel-4-Meisterschaft und später auch Titel in der Formula Regional. 2024 fährt er in der Formel 2.

Für 2025 gibt ihm Mercedes unter Teamchef Toto Wolff das Formel-1-Cockpit neben George Russell. Er übernimmt den Platz von Hamilton. Mercedes setzt damit auf einen Fahrer, den das Team seit dem Kart früh unterstützt hat.

Das erinnert an Hamiltons Weg: Ein großes Team glaubt an ein junges Talent und begleitet es über Jahre. Daraus wird kein Weltmeister durch einen einzigen Anruf. Es braucht Förderung, schnelle Runden und irgendwann jemanden, der die große Chance gibt.

Belege: [39][40]

2026 und darüber hinaus

Warum es PapayaSilver gibt: diese Geschichte verbindet uns

Die Motorenpartnerschaft läuft bis einschließlich 2030. McLaren und Mercedes sind dabei eigenständige Teams. Sie arbeiten beim Antrieb zusammen und wollen sich auf der Strecke trotzdem gegenseitig schlagen.

PapayaSilver gibt es, weil uns diese beiden Teams und ihre gemeinsame Geschichte begeistern. Papaya steht für McLaren, Silber für Mercedes. Für uns gehören sie auf dieser Seite zusammen: wegen ihrer großen Fahrer, der gemeinsamen Titel, der schweren Rückschläge und des Weges zurück zueinander.

Wir erinnern uns an Coulthards ersten gemeinsamen Sieg. An Mika, der nach seinem schweren Unfall zweimal Weltmeister wird. An Kimis Angriff auf der letzten Runde. An Hamiltons Vater, Ron Dennis und den langen Weg eines Jungen bis zu sieben WM-Titeln. Auch die Krise von 2007 und die fortgesetzte Partnerschaft gehören dazu.

Wir erinnern uns auch daran, dass Mercedes Michael Schumacher zurückholt. An Hamiltons große Jahre im Silberpfeil. An Ricciardo und Norris ganz oben in Monza. Und an all die Rennen, bei denen es am Ende nicht reicht.

Darum begleiten wir auf PapayaSilver beide Teams. Wir wollen ihre Geschichte lebendig halten und die nächsten Kapitel mit ihnen erleben. Mit Freude über Siege, mit Enttäuschung nach Niederlagen und mit der Hoffnung auf den nächsten großen Moment. Diese Verbindung ist der Grund für unsere Seite.

Zu diesen Erinnerungen gehören für uns auch die Menschen jenseits des Cockpits. Ron Dennis bleibt nach Adelaide bei Häkkinen und gibt Hamilton später die große Chance. Norbert Haug prägt über zwei Jahrzehnte das Mercedes-Motorsportprogramm. Dieter Zetsche steht als Konzernchef für eine spätere Phase, in der Mercedes mit einem eigenen Team antritt und Weltmeister wird. Ihre Aufgaben und ihre Zeiten sind verschieden. Zusammen mit den Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern gehören sie zu der Geschichte, die wir erzählen wollen: wie aus Zusammenarbeit Siege werden – und warum der Weg dorthin so viel mehr bedeutet als der Pokal am Ende.

Belege: [1][3][31][41][20][42]

Seit 1997 · Andys persönliche Erinnerungen

Wer steckt hinter papayasilver.de?

Unten Ferrari. Oben McLaren-Mercedes. Dazwischen eine Zimmerdecke in einem alten Schloss im Erzgebirge. Wer verstehen möchte, warum mir die Verbindung zwischen McLaren und Mercedes bis heute so viel bedeutet, muss auch diesen Teil der Geschichte kennenlernen. Ich bin Andy. Und meine Geschichte mit diesen beiden Teams ist eng mit einem Menschen verbunden: meinem Freund Frank. Wir lernten uns 1997 kennen. Damals konnte keiner von uns wissen, wie viele Rennsonntage wir einmal miteinander verbringen würden. Wie viele Siege, Enttäuschungen und Diskussionen noch vor uns lagen. Eine Freundschaft beginnt schließlich ohne fertigen Plan. Man lernt sich kennen, entdeckt Gemeinsamkeiten – und manchmal findet man etwas, das einen über Jahrzehnte begleitet. Für uns wurde das die Formel 1. Ab 1998 schauten wir die Rennen zusammen. McLaren-Mercedes hatte es uns von Anfang an angetan. Dieses Team war unser Team. Wenn die Silberpfeile auf die Strecke gingen, hatten wir jemanden, dem wir die Daumen drückten. Und mit Mika Häkkinen einen Fahrer, dessen größte Erfolge genau in die Zeit fielen, in der unsere gemeinsame Begeisterung begann. 1998 wurde Mika Weltmeister. 1999 gelang es ihm noch einmal. Für die Formel 1 waren es zwei große Weltmeisterschaften. Für uns waren sie der Einstieg in ein gemeinsames Fanleben. Wir lernten diesen Sport mit einem Team kennen, das um die größten Erfolge kämpfte. Mit Häkkinen und Coulthard, mit McLaren und Mercedes – und mit Ferrari auf der anderen Seite. Was in den Geschichtsbüchern heute als Ergebnis steht, wurde für uns damals zu einer Erinnerung, die wir miteinander teilen. Fast jedes Rennen schauten wir zusammen. Aus dem gemeinsamen Einschalten wurde über die Zeit etwas Vertrautes. Ein Rennsonntag gehörte zu unserer Freundschaft. Wir verfolgten denselben Kampf, hofften auf dasselbe Ergebnis und wussten, dass der andere gerade genauso mitfieberte. So wächst eine Verbundenheit: Rennen für Rennen, über eine Saison hinaus, bis man irgendwann merkt, wie viel gemeinsame Zeit darin steckt. Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern. Frank hatte bereits eine eigene Wohnung. Und wie es der Zufall wollte, lebten wir irgendwann tatsächlich im selben alten Schloss in einem Dorf im Erzgebirge. Unten wohnte ich mit meinen Eltern, direkt darüber Frank mit seiner Frau und seinen Kindern. Zu dieser Erinnerung gehört seine Familie genauso wie das ungewöhnliche Haus, in dem wir damals lebten. Auch Franks Frau begeisterte sich für McLaren und Mercedes. Diese Verbundenheit ist ihr bis heute geblieben. Unsere gemeinsame Formel-1-Zeit hatte damit einen ziemlich besonderen Schauplatz. Ein altes Schloss im Erzgebirge ist wohl kaum der Ort, an dem man zuerst nach einer Geschichte über McLaren-Mercedes suchen würde. Für uns gehört er fest dazu. Wenn ich an diese Jahre zurückdenke, stehen die Rennen und dieser Ort nebeneinander. Die Erinnerung an das Team ist mit der Erinnerung daran verbunden, wie wir damals lebten und miteinander unsere Begeisterung auslebten. Dabei verlief mitten durch das Haus eine sportliche Grenze. Meine Eltern waren Ferrari-Fans. Frank und ich hielten zu McLaren-Mercedes, und seine Frau teilte unsere Begeisterung. Schon von draußen konnte man erkennen, wie die Lager verteilt waren: Unten hing eine Ferrari-Fahne aus dem Fenster, oben eine McLaren-Fahne. Zwei rivalisierende Teams an der Fassade desselben alten Schlosses im Erzgebirge. Für uns war das ein toller Anblick. Und während auf der Strecke um Positionen gekämpft wurde, bekam die Rivalität im Haus gelegentlich ihre eigene Geräuschkulisse. Überholte ein McLaren einen Ferrari, wurde oben schon einmal mit den Füßen auf den Boden gestampft. Ein kleiner Triumph, der auch eine Etage tiefer ankommen durfte. Gelang einem Ferrari das Überholmanöver gegen einen McLaren, konnte die Antwort von unten folgen: Dann kam dort auch mal der Besenstiel zum Einsatz und klopfte gegen die Decke. Oben die Füße, unten der Besenstiel – jedes Lager hatte seine eigene Art, einen gelungenen Angriff zu kommentieren. Das war unsere damalige „Hassliebe“, an die ich heute mit einem Lächeln zurückdenke. Wir teilten die Begeisterung für denselben Sport und wollten unterschiedliche Sieger sehen. Gerade diese kleinen Neckereien machten unsere Rennsonntage besonders. Und wenn McLaren-Mercedes gewann, dann wurde bei uns gefeiert. Wir kauften Sektflaschen, ließen Raketen steigen und lebten unsere Freude aus. Ein Sieg durfte etwas Besonderes sein. Schließlich hatten wir mitgefiebert, gehofft und auf diesen Ausgang gewartet. Wenn es dann klappte, gehörte die Freude uns beiden. Heute muss ich bei dieser Erinnerung lächeln. Zwei Freunde im Erzgebirge, die einen Erfolg ihres Formel-1-Teams zu ihrem eigenen kleinen Fest machten. Die Fahrer waren weit weg, die Rennstrecken über die Welt verteilt. Trotzdem fühlten wir uns diesem Team verbunden. Sein Erfolg konnte unseren Tag verändern. Und gemeinsam bekam diese Freude noch einmal ein anderes Gewicht. Genau darin lag für mich das Schöne an dieser Zeit. Wir hatten etwas gefunden, das uns beide packte. Etwas, worüber wir reden konnten und bei dem wir miteinander mitgingen. Unsere Erinnerungen an die Formel 1 entstanden dadurch immer auch als Erinnerungen an unsere Freundschaft. Natürlich gehören zum Fanleben ebenso die Rennen, nach denen man enttäuscht zurückbleibt. Ein verlorener Sieg, ein Ausfall, ein Titel, der am Ende an jemand anderen geht. Die Geschichte von McLaren und Mercedes ist voll von solchen Wendungen. Wer ihr über Jahre folgt, lernt beide Seiten kennen. Gerade die Rückschläge geben den späteren Erfolgen oft ihre besondere Bedeutung. Über all diese Jahre blieb unsere Begeisterung bestehen. Irgendwann gingen unsere Wege im Alltag auseinander. Die Zeit, in der wir übereinander im selben Schloss wohnten und fast jedes Rennen zusammen verfolgten, blieb ein besonderer Abschnitt unseres Lebens. Unsere Freundschaft ging weiter. Bis heute sind Frank und ich miteinander befreundet. Wir verfolgen die Formel 1, tauschen uns aus und zocken selbst Formel 1. Die gemeinsame Begeisterung findet weiterhin ihren Platz. Wir haben inzwischen eine lange Geschichte miteinander – und dieser Sport zieht sich durch sie hindurch. Wenn wir heute über ein Rennen sprechen, schwingt deshalb viel mit. Wir kennen die Anfänge unserer Begeisterung. Wir wissen, welches Team uns damals gepackt hat. Wir haben die Erinnerungen an Mika und die beiden Titel, an unsere gemeinsamen Rennsonntage und an das alte Schloss mit den beiden Fahnen vor den Fenstern. Über die Jahre ist daraus etwas geworden, das sich mit keinem einzelnen Ergebnis erklären lässt. Für mich führt von dort eine direkte Verbindung zu PapayaSilver. Diese Seite trägt die Farben zweier Teams, die meine Begeisterung für die Formel 1 seit damals begleiten. Papaya steht für McLaren, Silber für Mercedes. Ihre gemeinsame Geschichte hat uns früh gepackt. Deshalb gehören für mich hier beide zusammen: das Team aus Woking und die Marke mit dem Stern, ihre gemeinsamen Erfolge und ihre späteren eigenen Wege. Wenn ich auf PapayaSilver über diese Geschichte schreibe, denke ich auch daran, wie sie bei uns angekommen ist. Was auf der Rennstrecke geschah, wurde Teil unserer eigenen Erinnerungen. Häkkinen wurde Weltmeister – und zwei Freunde im Erzgebirge feierten mit. McLaren-Mercedes gewann ein Rennen – und bei uns gab es einen Grund, Sektflaschen zu kaufen und Raketen steigen zu lassen. Diese Nähe zum Sport möchte ich auf der Seite bewahren. Die Freude daran, ein Team über lange Zeit zu begleiten. Das Interesse an den Menschen dahinter. Und das Wissen, dass ein Rennen noch Jahrzehnte später etwas auslösen kann, weil man sich daran erinnert, mit wem man es erlebt hat. Hinter papayasilver.de stecke ich, Andy. Zu der Geschichte meiner Begeisterung gehört mein Freund Frank. Zu ihr gehören seine Familie, seine Frau, die bis heute McLaren und Mercedes die Daumen drückt, und meine Eltern als Ferrari-Fans eine Etage tiefer. Dazu gehören unsere damalige Rivalität im selben Haus und all die Sonntage, an denen wir gemeinsam Formel 1 geschaut haben. 1997 lernten wir uns kennen. Ab 1998 begleiteten wir McLaren-Mercedes zusammen. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Die Verbundenheit zu diesem Sport, zu diesen beiden Teams und zueinander ist geblieben. Und wenn heute ein McLaren oder ein Mercedes um den Sieg kämpft, ist da noch immer etwas von damals: die Spannung vor der Entscheidung, die Hoffnung auf den Erfolg – und die Freude, diese Begeisterung mit einem Freund teilen zu können, der schon bei den ersten großen Momenten dabei war.

Eure Erinnerungen

Erzählt uns eure Geschichte

Was haltet ihr von unserer Geschichte? Habt ihr mit Freunden oder der Familie ähnlich mitgefiebert? Erzählt uns, wie eure Leidenschaft für die Formel 1 begonnen hat.

Verstappen_Fan

Die Geschichte ist nicht schlecht, allerdings sollte man sich doch auf ein Team konzentrieren!? Was macht ihr, wenn Mclaren und Mercedes sich mal in die quere kommen? Sind die anderen dann scheiße?

Antwort vom PapayaSilver-Team

Danke für deinen Kommentar! Aber warum sollten wir uns für ein Team entscheiden müssen? Man kann doch auch beiden die Daumen drücken! Für uns gehören McLaren und Mercedes nach wie vor zusammen – schließlich gibt es McLaren-Mercedes bis heute. Und sollte sich das irgendwann ändern, bleibt immer noch eine großartige gemeinsame Geschichte, die uns seit Jahrzehnten verbindet. Auch wenn es auf der Strecke mal kracht, ist deshalb niemand gleich schlecht. Genau das macht die Verbindung aus. ✌️

Nachlesen und einordnen

Quellen & Stand

Die Rennen, Ergebnisse und Karrierestationen sind mit Quellen belegt. Unsere Begeisterung und Einordnung kommen von PapayaSilver. Das persönliche Schlusskapitel beruht auf Andys eigenen Erinnerungen. Hier können Sie bei McLaren, Mercedes, Formula1.com, der FIA und auf Michael Schumachers offizieller Website weiterlesen.

  1. McLaren – Mercedes-Partnerschaft 1995–2014, Rückkehr 2021 und Vertrag bis 2030 (öffnet in einem neuen Tab)
  2. Formula1.com – Schlüsselmomente der ersten McLaren-Mercedes-Ära (öffnet in einem neuen Tab)
  3. McLaren – Mika Häkkinen: Karriere und Weltmeisterschaften (öffnet in einem neuen Tab)
  4. McLaren – Coulthards Durchbruch in Melbourne 1997 (öffnet in einem neuen Tab)
  5. McLaren – Wo die Fahrer ihre Weltmeisterschaften entschieden (öffnet in einem neuen Tab)
  6. Formula1.com – Die Saison 1999 und Häkkinens Ausfall in Monza (öffnet in einem neuen Tab)
  7. McLaren – Häkkinen erklärt sein Überholmanöver gegen Schumacher in Spa (öffnet in einem neuen Tab)
  8. Formula1.com – Häkkinens Ausfall auf der letzten Runde in Spanien 2001 (öffnet in einem neuen Tab)
  9. Formula1.com – Fahrer-WM 2003: Schumacher 93, Räikkönen 91 Punkte (öffnet in einem neuen Tab)
  10. McLaren – Der MP4-20 und die Saison 2005 (öffnet in einem neuen Tab)
  11. McLaren – Räikkönens Aufhängungsbruch beim Europa-GP 2005 (öffnet in einem neuen Tab)
  12. McLaren – Legendäre Runden, darunter Räikkönens Suzuka-Sieg 2005 (öffnet in einem neuen Tab)
  13. Formula1.com – Räikkönens Sieg von Startplatz 17 in Japan 2005 (öffnet in einem neuen Tab)
  14. Formula1.com – McLaren Jahr für Jahr, einschließlich der Saison 2007 (öffnet in einem neuen Tab)
  15. Formula1.com – Hamilton, Alonso und McLarens Fahrerduell 2007 (öffnet in einem neuen Tab)
  16. Formula1.com – Hamiltons Regensieg in Silverstone 2008 (öffnet in einem neuen Tab)
  17. Formula1.com – Glocks letzte Runde in Brasilien 2008 im Onboard (öffnet in einem neuen Tab)
  18. McLaren – Die knappsten Titelkämpfe der Teamgeschichte (öffnet in einem neuen Tab)
  19. McLaren – Wie Button den Kanada-GP 2011 gewann (öffnet in einem neuen Tab)
  20. Mercedes – Rückkehr des Werksteams und sein erstes modernes Jahrzehnt (öffnet in einem neuen Tab)
  21. McLaren – Der MP4-30 und der Wechsel zu Honda 2015 (öffnet in einem neuen Tab)
  22. Formula1.com – Hamilton gegen Rosberg: das Wüstenduell 2014 (öffnet in einem neuen Tab)
  23. Formula1.com – Die Kollision von Hamilton und Rosberg in Spanien 2016 (öffnet in einem neuen Tab)
  24. Mercedes – Sieben Titel-Doubles und acht Konstrukteurstitel 2014–2021 (öffnet in einem neuen Tab)
  25. FIA – Untersuchung zum Finale von Abu Dhabi 2021 (öffnet in einem neuen Tab)
  26. McLaren – Der Doppelsieg von Ricciardo und Norris in Monza 2021 (öffnet in einem neuen Tab)
  27. Formula1.com – Offizielles Ergebnis des Italien-GP 2021 (öffnet in einem neuen Tab)
  28. Formula1.com – Norris sichert McLaren in Abu Dhabi den Konstrukteurstitel 2024 (öffnet in einem neuen Tab)
  29. McLaren – Zehnte Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2025 (öffnet in einem neuen Tab)
  30. Formula1.com – Norris wird 2025 in Abu Dhabi Fahrerweltmeister (öffnet in einem neuen Tab)
  31. Formula1.com – Hamiltons Weg vom Kart zum McLaren-Cockpit (öffnet in einem neuen Tab)
  32. Formula1.com – Die Robertsons, Peter Sauber und Räikkönens erster F1-Test (öffnet in einem neuen Tab)
  33. Mercedes-Benz – Bekanntgabe von Schumachers Rückkehr am 23. Dezember 2009 (öffnet in einem neuen Tab)
  34. Michael Schumachers offizielle Website – Das Comeback 2010 (öffnet in einem neuen Tab)
  35. Michael Schumachers offizielle Website – Seine letzte Saison und das Podium in Valencia (öffnet in einem neuen Tab)
  36. Mercedes – Niki Lauda und Hamiltons Wechsel zum Werksteam (öffnet in einem neuen Tab)
  37. FIA – Hamiltons emotionaler neunter Silverstone-Sieg 2024 (öffnet in einem neuen Tab)
  38. Mercedes – Hamiltons letztes Rennen für das Team und die Bilanz nach zwölf Jahren (öffnet in einem neuen Tab)
  39. Mercedes – Antonellis Weg seit dem Einstieg ins Juniorprogramm im April 2019 (öffnet in einem neuen Tab)
  40. Mercedes – Antonellis Nachwuchserfolge und der Schritt in die Formel 1 (öffnet in einem neuen Tab)
  41. Mercedes-Benz – Norbert Haugs Verantwortung seit 1990 und sein Abschied Ende 2012 (öffnet in einem neuen Tab)
  42. Mercedes-Benz – Dieter Zetsche über Technik, Fahrer und die Menschen hinter dem WM-Titel 2015 (öffnet in einem neuen Tab)